Die Myosom Therapie Konzept

Die langfristige Instabilität bewirkt immer eine Veränderung der Konstruktion der Wirbelsäule.

Für jedes Grad an Stabilität der Wirbelsäule braucht das Bewegungssegment stabilisierende Bestandteile, wie die Wirbelkörper, Facettengelenke, Ligamente, Bandscheiben und im Besonderen die Muskulatur. Bereits die tägliche Bandscheibendehydratation vom Morgen bis zum Abend geht mit einer Abstandsdifferenz zwischen den Wirbelkörpern und einer Lockerung der Ligamente und somit auch des Bewegungssegmentes einher. Allein die spezifische Flexibilität der Wirbelsäulenligamente kann diese Instabilität der Wirbelsäule als Gliederkette nicht ausgleichen. Daher ist die Stabilität aller Bewegungselemente von enormer Bedeutung, denn das Fehlen eines stabilisierenden Elements kann dem Bewegungssegment eine z.T. übermässige Bewegung ermöglichen. Der adaptionsfähigen und elastischen Muskulatur kommt somit eine wesentliche stabilisierende Funktion zu. Das bedeutet, wenn eine Erkrankung der Wirbelsäule vorliegt, hat sich diese meist über mehrere Jahre entwickelt, auch wenn zuerst noch keine Schmerzen bestanden. Natürlich beeinflussen hier vorhandene Fehlhaltungen, bei Rund- oder Flachrücken, Wachstumsstörungen wie Keilwirbel, Halbwirbel und andere Segmentationsstörungen oder der M. Scheuermann die Stabilität und die Funktion der Wirbelsäule. Die bestehenden Strukturveränderungen führen zu Fehlhaltungen mit Funktionseinschränkungen, die die Instabilität der Wirbelsäule begünstigen.

Fast immer beginnt eine Wirbelsäulenerkrankung mit einer Veränderung der Wirbelsäulenstatik und der Wirbelsäulenfunktion.

Unter den verschiedenen Einflussfaktoren verändert die Wirbelsäule anfangs ganz langsam und schleichend ihre Haltung. Innerhalb eines Bewegungssegmentes kommt es zur Translation oder Rotation der Wirbelkörper gegeneinander. Die Stellungsänderung erfolgt meist im Sinne einer Spondylolisthesis (Anterolisthesis und Retrolisthesis) oder Skoliose und ist häufig mit einer Wirbelrotation kombiniert.

Die Medizin widmet diesen leichten oder mittleren Stellungsänderungen wenig Aufmerksamkeit, so dass sie meist als natürliche Anpassungsprozesse des Körpers akzeptiert werden.

Durch Fehlbelastungen, Mangelbelastungen und durch Abnützungsvorgänge, die bereits im zweiten Dezennium beginnen können, treten Verspannungen und Schmerzen oder gar eine akute Lumbalgie oder Lumboischialgie auf. Verunsicherung und Ängste sind die Folge. Bewegungen und Belastungen werden vermieden. Was aber nicht belastet wird, bildet sich zurück. Eine Atrophie der Rückenmuskulatur ist das Resultat. Der Patient empfindet eine Instabilität im Kreuzbereich, chronische Schmerzen sind die Folge. 

Durch passive Therapie kann eine Muskelverspannung gelindert werden, können Reizerscheinung behoben werden, aber die ursächlichen Probleme, nämlich die zu schwache Stützmuskulatur der LWS, wird nicht angegangen. 

Mit Krankengymnastik und mit der Rückenschule wird versucht, die Rückenmuskulatur zu kräftigen, Bewegungsmuster einzuüben, die weniger Schmerzen verursachen. Aber auch damit kann die tiefe autochthone Rückenmuskulatur nicht erreicht werden; und damit bleiben auch diese Massnahmen wirkungslos. 

Das primäre Ziel der myosom Therapie ist die dosierte Belastung (Kräftigung) derjenigen Muskulatur, die atrophiert ist und damit Ursache des Schmerzzustandes darstellt. 

Beispielsweise ist bei Patienten, die unter chronischen Lumbalbeschwerden leiden, praktisch immer die tiefe autochthone Streckmuskulatur der LWS zu schwach. 

Nur durch die vollständige Isolation des erector-spinae-System können die kleinen Muskelzüge belastet werden. Diese ist mit der myosom Test- und Therapie Gerät möglich. Diese Belastung bewirkt eine Strukturveränderung am Ort des Schmerzes und geht mehreren Rückenproblem ursächlich an. Damit können eine längerfristige Besserung bzw. Stabilität der Wirbelsäule erwartet werden.